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Interaktive Stellenanzeigen – Brauchen wir diesen Trend?

Interaktive Stellenanzeigen Bild: Karl-Heinz Laube  / pixelio.de
Interaktive Stellenanzeigen
Seit einigen Jahren prognostizieren Fachleute den Tod der klassischen Stellenanzeige. Oft wird in diesem Zusammenhang kritisiert, dass sich Stellenanzeigen nicht weiterentwickelt haben und noch immer auf dem Stand von vor 100 Jahren sind. Leider entspricht dies oft der Realität. Das Beachten einiger Regeln würde den Bewerbern und Recruitern das Leben einfacher machen. Doch was genau macht eine gute Stellenanzeige aus und welche Rolle spielt dabei das sogenannte Eyetracking?

Ist die interaktive Stellenanzeige auch die bessere?

Die interaktive Stellenanzeige ist eine innovative Form der Anzeigenschaltung. Sie orientiert sich in ihrer Gestaltung an klassischen Webseiten und verweist bestenfalls direkt auf die Webpräsenz des Unternehmens.
Stepstone und Monster haben inzwischen interaktive Stellenanzeigen im Angebot. Sie versprechen ein erhöhtes Employer Branding und mehr passgenaue Kandidaten. Die interaktive Anzeige bietet bedeutend mehr Informationen im Vergleich zur klassischen Online-Anzeige. Diese werden über Reiter im Dokument zur Verfügung gestellt. Nachteilig wirkt sich jedoch aus, wenn der Leser zu viele Klicks machen muss, um an diese Informationen zu gelangen. Die Idee ist in diesem Fall zwar gut, doch die Usability meist schlecht.

Eyetracking Studien analysieren Nutzerverhalten

Auch wenn interaktive Stellenanzeigen deutlich ansprechender sind und viele Bewerber anlocken, ist der Inhalt entscheidend. Ein nützliches Tool zur Analyse des Leseverhaltens ist das Eyetracking, mit dem die Blickbewegungen analysiert. So wird ermittelt, wie sich der Leser auf der Stellenanzeige orientiert, an welchen Stellen er am meisten herumirrt und wo seine Augen am längsten verweilen. Über Eyetracking kann allerdings nur der Aufbau und nicht der Inhalt einer Anzeige analysiert werden. In einer Studie von Monster und der Frankfurter Goethe-Universität wurden den Teilnehmern zwei Anzeigen vorgelegt, die sich nur im Aufbau und der Gestaltung unterschieden, der Inhalt war identisch. Die Employer-Branding Anzeige war der klassischen Anzeige deutlich überlegen. Die Informationen wurden sogar als fehlerfreier und verlässlicher wahrgenommen. Allerdings muss nicht jeder auf eine Employer-Branding Anzeige umsatteln. Auch die herkömmliche Anzeige kann ‚aufgemotzt‘ werden. Dabei steht der Inhalt mit Mehrwert klar im Vordergrund, wobei die Gestaltung nicht vollkommen außer Acht gelassen werden sollte. Wer diese Kombination beherzigt, wird deutlich mehr Erfolg mit seiner Stellenanzeige haben.


Bild: Karl-Heinz Laube / pixelio.de